Eine Einladung an alle Anwender und Übenden, von ihren Erlebnissen zu berichten

Sendungen

Berufung statt Beruf – Herzen öffnen statt Leid und Kirche

Götz wird als 7. Kind in eine evangelische Landarztfamilie hineingeboren. Die Schule läuft für ihn nebenher. Er fühlt sich nicht akzeptiert und fragt sich ständig: “Wozu brauche ich das? Was bringt es mir für meinen Alltag?” Die Frage bleibt unbeantwortet. Sein Interesse gilt daher der Politik, den Pfadfindern, einem Posaunenchor und dem Umweltschutz. In der 10. Klasse findet er im Mathe-Unterricht erstmals einen praktischen Bezug zu seinem Alltag. Dass man mithilfe von mathematischen Ableitungen berechnen kann, wie eine Dose beschaffen sein muss, damit sie bei größtem Inhalt am wenigsten Blech verbraucht, weckt sein Interesse für dieses Fach. Interesse macht Lernen leicht – fortan hat Götz gute Noten in Mathe.

Schon früh begegnet ihm der Tod. Als Götz 10 Jahre alt… Weiterlesen

Berufung statt Beruf – Von der Stahlindustrie zu lebendiger Ernährung

Silvia erfuhr im Laufe ihres Lebens, dass es nicht nur um Geld und Funktionieren geht. Für diese Einsicht hat es allerdings Jahrzehnte gebraucht, angefüllt mit viel Leid. Während ihrer Schulzeit hatte sie von ihrem Klassenlehrer die Empfehlung bekommen, einen Beruf zu wählen, der etwas mit Technik zu tun hat. Sie lebte damals in Eisenhüttenstadt. Dort gab es ohnehin viele Arbeitsplätze durch die angesiedelte Stahlindustrie. Der Empfehlung ging sie nach und absolvierte ein Studium in Metallurgie und Werkstofftechnik. Im Anschluss an das Ingenieurstudium kamen, kurz nachdem sie ihre Arbeit in der Stahlindustrie aufgenommen hatte, ihre zwei Kinder zur Welt. Diese gab sie sogar später als in der DDR üblich nach kaum einem Jahr in die Kita.

Ohne nachzudenken nahm sie ihre… Weiterlesen

Berufung statt Beruf – Lehrerin für Ehrlichkeit und Transparenz

Die Liste der Berufe ist lang. Jahr für Jahr kommen neue hinzu. Der Zusammenhang, der als verbindende Einheit hinter den vielen Berufen steht, geht mehr und mehr verloren – und damit die Perspektive. Umso wertvoller ist es für einen Menschen, seinen Weg abseits der vorgegebenen Berufsschubladen, in der Rückanbindung zur Natur zu gehen und eine Aufgabe zu finden, die Menschen Perspektive und vor allen Dingen Kontakt zur Wirklichkeit gibt. Einen solchen Weg hat Kerstin Gronbach für sich gefunden.

Als fünftes von sechs Kindern wächst sie in einer Familie auf, die sehr an der Natur orientiert ist. Der Vater ist Jäger und hält Wildtiere in einem kleinen Tierpark. Gleichzeitig ist er Religionslehrer. Der Vater ist es auch, der entscheidet, welchen Beruf… Weiterlesen

Berufung statt Beruf – Bauen für Menschen

Konrad Fischer ist ein für die heutige Zeit ungewöhnlicher Architekt. Seit Jahrzehnten restauriert und renoviert er Burgen, Schlösser, Kirchen, Klöster, und Rathäuser. Mit derselben Begeisterung und Fingerspitzengefühl widmet er sich aber auch der kostengünstigen Renovierung und gesunden Sanierung von Einfamilienhäusern. Dabei wäre er beinahe an den Inhalten seines Studiums gescheitert. In ihm sträubte sich alles dagegen, menschenfeindlich 4-eckig in Stahl, Glas und Beton zu bauen, nur um einen neuen Stil gegen jedes menschliches Bedürfnis in die Welt zu bringen. Schon seinem Vater war das Bauen für Menschen wichtig.

Bereits in den 1940er Jahren entsetzte er sich über die Bauschäden an jahrhundertealten Gemäuern, ausgelöst durch hochgelobte moderne Bautechnik. Mit einem Vater als Architekt könnte man glauben, dass Konrad Fischer nur aus… Weiterlesen

Berufung statt Beruf – Der heitere Software – Entertainer

Man könnte seine Kindheit durchaus als die eines schwer erziehbaren Jungen beschreiben. Die Schule ist für ihn vom ersten Tag an eine Qual. Er fehlt oft, schwänzt den Unterricht, fälscht Unterschriften. Er fliegt vom Gymnasium, macht die Realschule, dann die Fachoberschule und besteht am Ende doch sein Fachabitur.

Trotz seiner schlechten Noten gibt er völlig widersinnig aber erfolgreich Nachhilfe in Mathematik, denn sein innigster Wunsch ist es, Lehrer zu werden. Was unmöglich erscheint, gelingt unglaublicherweise einfach durch Zuhören. Der Nachhilfeschüler ist gezwungen, ihm das Problem und den Stoff zu erklären. Während des Erklärens fiel beim Nachhilfeschüler der sprichwörtliche Groschen. Dennoch, angesichts seines schulischen Werdegangs scheint der Wunsch Lehrer zu werden, absurd zu sein. Darüber denkt er allerdings wenig nach.

Nichts… Weiterlesen